Bewertung des Fischsterbens 2002 in der Wehra unterhalb des Stausees
Wehra

Aufgrund von Sanierungsarbeiten wurde das Hornbergbecken entleert. Die Restwasserentleerung erfolgte in den Wehratalstausee.

Durch ein Unwetter drei Tage später wurden große Mengen von Schlamm und Feinsedimenten in den Stausee eingespült. Diese wiederum gelangten über die vorhandenen Durchflussbauwerke in die Wehra unterhalb des Staudammes, und führten zu ersten Beeinträchtigungen.

Bei der Wiederinbetriebnahme des Pump-Speicher-Betriebs zwischen Wehratalsperre und dem Hornbergbecken 6 Tage später erfolgte ein erhebliches Ausschwemmen von Schlammsedimenten in die Wehra. Diese Schlammflut wälzte sich wie ein zähflüssiger Pudding die Wehra hinab bis in den Mündungseinlauf des Rheins.

Dadurch erfolgte ein zweites, schwerwiegendes Fischsterben auf der gesamten Gewässerstrecke. In der Aufzuchtanlage des Angelsportvereins Wehr kam es zu einem Totalausfall von mehreren tausend Fischen.

Um das Ausmaß der Schädigung an den Fischbeständen zu ermitteln, erfolgte kurze Zeit nach dem Fischsterben eine Bestandserhebung mittels Elektrobefischung. Es wurden die Streckenabschnitte befischt, die kurz vor der Katastrophe, im Rahmen der Erfolgskontrolle bei der Umsetzung des fischereilichen Hegeplanes für die Wehra auch befischt wurden.

Daraus wurde dann die Höhe des Schadens berechnet und dem Verursacher vorgelegt.

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