Ökologische Begleituntersuchungen zu möglichen Auswirkungen einer Fontäne vor dem Thermalbad Überlingen (Fische, Makrozoobenthos, submerse Makrophyten) |
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Zusammenfassung der drei Teilgutachten
Das Untersuchungsgebiet liegt im FFH-Gebiet „Überlinger See und Bodenseeuferlandschaft“ (Nr. 8220-342). Wesentliches Erhaltungsziel ist der Lebensraum 3140 „Oligo- bis mesotrophe kalkhaltige Stillgewässer mit benthischer Armleuchteralgen-Vegetation“. Teil 1 Fische: Das Fisch-Gutachten beschäftigt sich hauptsächlich mit den möglichen Auswirkungen von Geräusch und Beleuchtung auf die Fischökologie und Fischerei. Teil 2 Makrozoobenthos / Wirbellose Tiere der Gewässersohle: In 9 Bodenproben wurden 43 Tierarten (bzw. Gattungen/Familien) gefunden. Am häufigsten sind die Dreikantmuscheln (Dreissena polymorpha). Überraschend war das Auffinden der Körbchenmuschel (Corbicula fluminea), die 2003 zum ersten Mal für den Bodensee nachgewiesen wurde, bisher aber auf das Rheindelta begrenzt schien. Die Vermehrung dieser und anderer bodenseefremder Tierarten ist nicht wünschenswert, da sie einheimische Arten verdrängen. Teil 3 Submerse Makrophyten / Wasservegetation: Die kartierte Unterwasservegetation enthält drei Armleuchter- und drei Laichkrautarten. Mit einer Deckung von maximal 25 % entspricht die Vegetation nur einem Fragment einer Armleuchteralgen-Vegetation. Die Laichkräuter wachsen in kleinen Beständen und ragen teilweise bis an die Wasseroberfläche. Im Umkreis der Fontäne von ca. 10 m befinden sich wegen der großen Wassertiefe keine Wasserpflanzen, so dass nur eine geringe Beeinträchtigung möglich ist. |